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Riva Bike Festival und Rocky Horror..ääähh...Rockymountain Bike Marathon

May 6, 2016

 

Kurzentschlossen machte ich mich am Freitag Abend auf den Weg nach Riva. Das Wetter sollte traumhaft werden, zumindest am Samstag, und einen MTB Marathon war ich auch noch nie gefahren. Also warum nicht. 

 

Hotelzimmer war auch kurzfristig in Riva noch zu haben und in nur 3 Stunden Fahrtzeit waren wir am Freitag Abend gegen 7 vor Ort. Kurz im Hotel Virgilio eingecheckt, machten wir uns zu Fuß auf ins Zentrum von Riva zum Bike Festival. Obwohl es schon dämmerte, steppte am Marktplatz noch der Bär. Bikeaussteller und Räder so weit das Auge reichte. 

Der Hunger machte sich bemerkbar und eine gute Location war auch gleich gefunden. Bei einem Teller Bolognese und einem guten Wein ließen wir den Abend ausklingen. 

 

Die Nacht war nicht allzu lang. Der Wecker klingelte bereits um 05.30. Denn am Samstag früh wartete der Rockymountain Bike Marathon und 1500 hm auf mich. Aber mensch, nur 44 km. Kann ja nicht so wild werden, dachte ich mir..;-)…falsch gedacht. 

 

Das Frühstück fiel reichlich aus. Rührei, frischer Kaffee, Früchte und verschiedenste Brotsorten warteten auf uns. Gegen 6 Uhr ging es dann Richtung Akkreditierung.

 

Wir rollten locker in den Start-/Zielbereich, wo schon der Bär steppte. Die Sonne strahlte, als ob sie noch nie was anderes gemacht hätte. Die musikalische Beschallung trieb mir den letzten Schlaf aus dem Gesicht und der „Stadionsprecher“ (mir fällt grad kein anderes Wort ein..;-)…) motivierte uns zu Höchstleistungen. 

 

Aufgrund der Spontanaktion und späten Anreise hatte ich noch keine Startunterlagen. Hoffentlich konnte ich mich überhaupt noch anmelden. Ein komisches Gefühl stieg in mir auf. 

Ohne Warten bekam ich bei der Akkreditierung dann aber meine Startunterlagen. Nach nur wenigen Minuten war ich startklar. 

Da noch genug Zeit und irgendwie alles sehr entspannt war, gab es gemütlich einen letzten Cappuccino vorm Start in einer kleinen Seitengasse am vom Marktplatz. 

 

 

7:50 war Start für Startgruppe B der Piccolo-Runde. Brav reihte ich mich 7:49 in meinen Startblock ein hörte kurze Zeit später auch schon den Startschuss. Das Feld rollte die ersten Kilometer gemütlich los - bis zum ersten Anstieg. Ein schmaler Schotterpfad schlängelte sich den Berg hoch. 

Da war Schluss mit lustig - Stau. Die die nicht gleich umkippten, stiegen ab - inklusive mir..;-). Zuviel Rad für zu wenig Straße..OK, auch gut, dachte ich mir. Dann komm ich vielleicht ohne blaue Beine den ersten Berg hoch. Oben angekommen ging es kurz auf einer geteerten Straße weiter bis ich weiter oben wieder einen Stau entgegenfuhr. Eine schmale Brücke mit einem Hindernis am Ende musste überquert werden und das dauerte eben. Ich hörte hier und da ein Fluchen „ Sind wir denn beim Wandertag?“. Ich musste nur lachen und freute mich des schönen Wetters. Ich war ja schließlich auch zum Bräunen da…;-)

 

 

Nachdem die ersten Staus überwunden waren ging es dann flüssig weiter, so schnell eben meine Beinchen mitmachten. Die wurden irgendwie immer schwerer. Hatte nicht in Erinnerung, dass 1400 Höhenmeter, dann doch so lang dauern können. Meinen Leidensgenossen ging es nicht anders, was mich beruhigte. 

 

Plötzlich hörte ich Motorengeräusche und es kamen Motocrossmaschinen an mir vorbeigeflogen. Dann schrie jemand und ein MTBler flog flitzte an mir vorbei. Wer war das denn? Ich erkannte ein Bulls-Trikot. Ich glaub, das war der Führende der Extrema-Runde, der natürlich keine Zeit beim Überholen der Hobbyantilopen verlieren wollte. 

 

Irgendwann hatte ich es dann zur Labe geschafft und ich hatte im Kopf behalten, dass an der Labe das Schlimmste geschafft war. Ich fragte vorsichtig jemanden, ob noch was käme. „ Ja, zwei knüppelharte knackige Anstiege“. Ok. Mist. Doch noch nicht zuende. Ich quälte mich auch da noch hoch und dann machte es „pieps“ - die Zeitnahme. Geschafft. Zumindest bergauf..;-). 

Bergab erwartete mich dann wieder eine ganz andere Herausforderung. Einfach rollen lassen war da nicht angesagt. Hier ein schmaler Pfad von Laub bedeckt. Da Steinplatten und matschiger Untergrund im Wald. Ein tolles, sagen wir mal Geröllfeld, war auch dabei. Dazu die Spitzenreiter, die sich ständig den Weg freischrien. Crazy. Teils rutschend, teils laufend, teils am Rand wartend ging es bergab. Immer staunend, wie die Profis es krachen lassen. Immer Freitag dem Motto „Geschwindigkeit gibt Sicherheit“. Muss ich bei Gelegenheit mal alleine ausprobieren..;-). Man lernt ja nie aus. 

 

 

Nach 4 Stunden im Ziel angekommen wartete der Weltmeister 2015 schon auf mich. Ok, nicht wirklich. Er stand da und ich hab ihn zu einem Foto gezwungen..:-D. 

 

Nach einer verdienten Dusche konnte ich mir endlich die Bikemesse anschauen. Riesig und ein wahres Phantasieland für alle MTB-Freaks. Alles was sich MTB nennt, war vertreten. Das Geile war, man konnte auch jegliche Bikes testen und sich bestens beraten lassen. Es gab verschiedenste Touren, wo man sich anmelden und mitfahren konnte. Ein tolles Rahmenprogramm mit diversen Wettbewerben hat das Bike Festival da geplant. Und wenn man doch mal kurz Pause machen wollte, konnte es man sich ein paar Schritte weiter direkt am See gemütlich machen - tolle Location. 

 

 

Wer am Abend noch nicht genug von dem ganzen Trubel hatte, der konnte sich auf dem Eventgelände in die Menge stürzen und bei DJ’s und Live Acts beschallen und den Abend tanzend ausklingen lassen. Pünktlich gegen 23 Uhr und zur Schlafenszeit fing es an zu nieseln. Das war das Zeichen für mich, die Fliege zu machen..;-). Aber mit Sicherheit bin ich nächstes Jahr wieder am Start. 

 

 

 

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