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Schon mal etwas von anpassbaren Wanderschuhen gehört? Der Tecnica Forge S GTX im Test

September 3, 2019

Anzeige I Als Tecnica auf mich zukam und gefragt hat, ob ich den neuen anpassbaren Wanderschuh testen möchte, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme...;-). Ich war ja eh grad auf einer mehrtägigen Wanderung im Karwendel unterwegs und weiß, wie wichtig gut passende Wanderschuhe sind. Sie sind das A und O bei einer Wanderung und an was ich als erstes denken muss, sind die vielen Wanderer auf den Hütten, die abends Ihre Blasen mit Tapes und Pflastern versorgt haben. 

 

Warum eigentlich anpassbare Wanderschuhe? 

Jeder Wanderer kennt es vielleicht. Man kauft sich neue Wanderschuhe, die beim Anprobieren im Geschäft super passen. Aber sie sind noch nicht eingelaufen. Bei der ersten längeren Wandertour drückt es dann hier und da, man rutscht nach einer Weile vielleicht doch hin und her und hat keinen festen Sitz mehr. Folge sind Blasen an den Füßen und man verliert den sicheren Tritt und die Stabilität. 

 

Und nun kommen wir zum ersten individuell im Sportfachgeschäft anpassbaren Wanderschuh.

Die Firma Tecnica hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört - meist in Verbindung mit Skischuhen. Genau daher hat die Firma aus Italien auch ihr langjähriges Knowhow - aus der Skischuh-Anpassung. Sie haben ihre C.A.S (Custom Adaptive Shape) Technologie auf Outdoor-Schuhe übertragen.  Und voila - heruasgekommen ist der Tecnica FORGE  - der erste

 

                "maßgeschneiderte" Wanderschuh mit perfektem 

                                       Sitz - und das in nur 20 Minuten...

 

Davon will ich mich natürlich selbst überzeugen und mache mich auf den Weg ins Sportfachgeschäft Sport Fischbacher in Bad Aibling. Über den Store Locator auf der Homepage von Tecnica findet man den passenden Fachhändler in der Nähe. Ich bin echt gespannt, was mich erwartet und ob der Schuh hält, was er verspricht. Im Sportgeschäft angekommen wartet Marc, ein Mitarbeiter von Tecnica, schon freudestrahlend auf mich und streckt mir den Schuh entgegen.

Der Tecnica Forge kommt mit minimalistischem, hochwertigem Design daher und ist als Herren- und Damenmodell in verschiedenen Farben und Ausführungen  erhältlich. Ich habe mich für den grauen Synthetik Schuh Forge S GTX W in der Farbe SHADOW ALTURA · RICH FIORI entschieden. Die genaue Beschreibung zu dem Schuh findet ihr hier

 

Daneben steht ein schwarz orangener Koffer mit aller Technik, die für die nächsten 20 Minuten benötigt wird. Ok, es geht los. Erstmal erklärt mir Marc genau den Schuh, seine Vorteile, worauf ich achten soll, wenn ich ihn anprobiere. Alles sehr interessant und spannend. Zuerst wählen wir die richtige Größe aus. Da gehts schon los. Normalerweise hab ich Größe 40. Die probiere ich auch zuerst an, fühle mich gut, gehe eine Runde über die Teststrecke. Marc meint, ich soll vielleicht auch zum Vergleich eine Nummer kleiner probieren. Gesagt, getan. Ich schlüpfe rein und bääääähhmmmm - der ist es!! Ich fühle mich irgendwie noch besser in dem Schuh und sicherer. Ich bin mir dann doch unsicher, weil ich ja sonst IMMER die 40 hab. Aber letztendlich höre ich auf mein Bauchgefühl und entscheide mich für die 39,5. 

 

 


Der erste Eindruck des Schuhs ist sehr hochwertig und edel. Und sehr durchdacht wie ich finde. Der Schuh ist im vorderen Bereich mit einem Geröllschutz ausgestattet.
Außerdem hat er keine gewöhnliche Zungenkonstruktion sondern ein spezielles Overlap-System, um unnötige Druckstellen zu vermeiden. Es gibt keine Zunge die verrutschen kann. Das Overlap-System ist mit einem elastischen Material ausgestattet, sodass man trotzdem gut in den Schuh reinschlüpfen kann. 

 

 

Was ich ziemlich cool finde, sind die hochwertigen Metallhaken und die angerauten geriffelten Schnürsenkel. Dadurch soll es kein Lockern oder Verrutschen der Bänder während dem Gehen geben. 


Tecnica hat einen speziellen anatomischen Leisten für den Forge entwickelt - von der Sohle bis zum Knöchel. Dazu ist die Frauenvariante noch schmaler geschnitten und an die Anatomie des weiblichen Fußes angepasst. Und das merke ich auch. Als ich in den Schuh reinschlüpfe, fühlt er sich schon sehr sehr gut an. Meine Füße fühlen sich sofort wohl und gut eingepackt. Ich steh stabil, hab einen festen Stand und nix drückt. So kann es weitergehen ..;-).

 

 

Und nun kommt der Clou des Schuhs - das

 

                  C.A.S. (CUSTOM ADAPTIVE SHAPE) - SYSTEM.

 

Sowohl die Einlegesohle als auch Teile des Obermaterials bestehen aus dem C.A.S. - Material, welches an die Bedürfnisse des Kunden individuell angepasst werden kann. Gerade an der Ferse darf es nicht rutschen, am Knöchel nicht drücken, das Fußgewölbe will unterstützt werden. Lange Rede kurzer Sinn - in nur 20 Minuten wird aus dem Forge mit Hilfe von Wärme und Druck ein maßgeschneiderter Schuh, der einfach mal perfekt sitzt. 

 

 

 

Die Anpassung
Aber nun kommen wir endlich zum Wesentlichen - das Anpassen des Wanderschuhs. Marc packt den Koffer aus - Heizelemente für die Einlegesohlen, die Schuhe und die Kompressionsbeutel für die Anpassung nach dem Erwärmen. 


Die Anpassung an sich dauert knappe 20 Minuten und ist in 5 Schritte aufgeteilt. Im ersten Schritt erwärmt Marc die Einlegesohle 8 Minuten auf 80 °C in dem dafür vorgesehenen Heizelement, unter Insidern Toaster genannt ...;-). Sofort danach werden die Sohlen in die sogenannten "Ballerinas" gelegt, eng anliegende Slipper. Ich ziehe die Slipper mit den inliegenden noch warmen Sohlen an und stelle meine Füße in die Kompressionsbeutel. Wichtig dabei ist, dass man sitzt. So kann die Sohle und der Schuh perfekt an die natürliche Fußform des unbelasteten Fußes angepasst werden. Marc kontrolliert den Sitz meiner Füße und stellt die Pumpe für die Kompressionsbeutel an, die jetzt mit 150 mbar 3 Minuten rundum auf meine Füße drücken.

 

                          "So wird die Sohle perfekt

                                           an meinen Fuß angepasst."

 

Währenddessen wurde das C.A.S.- Material der Schuhe ebenfalls mit einem Heizelement im hinteren Bereich der Ferse und des Knöchels innen und aussen erwärmt - wieder 8 Minuten auf 80 °C.

Marc legt die geformte Sohle in die erwärmten Schuhe, ich ziehe die Schuhe an und schlüpfe samt Schuhen wieder in den Kompressionsbeutel. - 150 mbar und 3 Minuten später ist der Schuh angepasst ...yeeaahhh. Das wars schon und ich bin gespannt wie er sich jetzt anfühlt. 

 

 

Ich ziehe die Schuhe nochmal aus und entspanne meine Füße bevor ich auf den Testtrail gehe. Und tatsächlich - es fühlt sich nochmal anders an. Es ist schwer zu beschreiben - ich fühl mich sicher, stabil und dennoch ist es wie eine zweite Haut  -  keine Druckstellen, kein Rutschen. Ich bin begeistert und kann es kaum erwarten, den Schuh am Berg zu testen. Danke auch an Marc für die tolle Anpassung und die gute Beratung.

 

 

 

 

Ab auf den Berg - wie fühlt er sich nun an 
Mit meinen neuen angepassten Wanderschuhen ging es dann natülich ein paar Tage später zu einer Tour auf die Kampenwand. Ich wollte ja schließlich wissen, ob der Schuh hält, was er verspricht.

Der Weg auf die Kampenwand ist abwechslungsreich - Forstweg, Waldweg, Wiese und Felsen als Untergrund. Perfektes Testgelände würd ich sagen..:-).

 

Ich war einige Stunden bergauf und bergab unterwegs und muss sagen, dass ich mich sehr wohl in den Schuhen gefühlt hab. Als es losging verspürte ich an dem einen Knöchel ein wenig Druck, weil ich die Schuhe zu fest geschnürt hatte. Nachdem ich nochmal nachjustiert hatte, fühlte es sich super an und ich hatte einen absolut sicheren Halt um die Knöchel, was gerade bei unebenem Untergrund wichtig für mich ist ( ich hab Wackelgelenke und knicke gern mal um ...:-)..). 

Auf allen Untergründen hab ich mich wohl mit dem Schuh gefühlt - auch bei einer kleinen Kletterpassage am Fels. Und ich hatte tatsächlich keine Probleme mit dem "Eingehen" - keinerlei Reibestellen oder sonstige Wehwechen auf der Tour. Die Größenwahl war übrigens auch genau richtig. Ich hatte ja zwischen Größe 39,5 und 40 geschwankt und mich dann für die kleinere Größe entschieden, weil ich mich auf Anhieb gut gefühlt hatte. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich bei langem bergab gehen vielleicht doch vorn an den Schuh stoße. Dies war aber nicht der Fall. Also perfekt und die nächste Tour kann kommen ..:-)

 

 

FAZIT: Der Tecnica Forge S GTX ist ein absolutes Highlight unter den Wanderschuhen und hält was er verspricht. Die individuelle Anpassung ist neben den anderen tollen und vor allem durchdachten Features das i-Tüpfelchen...

 

         ...und macht das Tragen von

               der ersten Minute an zu einem Genuß.

 

Eure

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Dieser Blogpost ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Tecnica entstanden.

 

 

 

 

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